Neembaum: Der robuste Schädlingsschreck mit Hausapotheken-Potenzial

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn eine Pflanze sich selbst zu helfen weiß. Ist sie nämlich z.B. gegen Schädlinge immun oder kuriert eigene Verletzungen unkompliziert durch Bordmittel, weist das auf einen hohen Gehalt an nützlichen Abwehrstoffen hin. Das beste Beispiel ist wohl der Neem- oder Niembaum, der ursprünglich in Indien, Pakistan und Sri Lanka beheimatet war und dort große Verehrung genießt.

Pappel: Der heimische Balsam für Haut, Gelenke … und Stadtluft

Die weit verzweigte Familie der Pappeln ist eigentlich an feuchten Flussufern heimisch. Noch eher kennen wir sie aber als typische Stadt- und Alleebäume. Vor allem die charakteristischen schlanken Pyramidenpappeln (Populus nigra italica) werden gern als Windschutz für Straßenränder oder zur Begrünung neuer Siedlungen gepflanzt. „Schuld“ daran war ursprünglich Napoleon Bonaparte:

Buchweizen: Nahrung für die Zellen, „Dichtung“ für die Gefäße

Bei Buchweizen denkt der Feinschmecker vermutlich zuerst an eine russische Spezialität: Blini. Die feinen kleinen Hefepfannkuchen mit Buchweizenmehl können sowohl mit pikanten Beilagen als auch „süß“ mit Marmelade, Zimt-Zucker etc. verzehrt werden. Lecker – und gar nicht mal so ungesund, denn im Buchweizenkorn stecken viele gute Nährstoffe wie gut

Giersch: Das tolle Kraut mit dem schlechten Ruf

Wehe dem, der in einem Gespräch über Gärtnerei den Giersch zur Sprache bringt. Zwangsläufig wird sofort losgeschimpft – über seine raumgreifende Ausbreitung, seine Unausrottbarkeit, die rücksichtslose Verdrängung anderer gewünschter Blumen und Gemüse

Einjähriger Beifuß: Der Hoffnungsträger gegen üble Erreger

Diesem Heilpflanzenprofil müssen wir eine energische Verwechslungs-Warnung voranstellen. Denn der Einjährige Beifuß (Artemisia annua) hat mit dem wohlbekannten Beifuß (Artemisia vulgaris), den Sie vom Gänsebraten kennen, in Sachen Heilwirkung kaum etwas gemeinsam. Während unser heimischer „Normal-Beifuß“

Schlehe: Das dornig-herbe Kraftpaket

Eigentlich ist „die Schlehe“, wie wir einen der häufigsten Heckensträucher nennen, nur die Frucht desselben. Der korrekte Name des mörderisch stachelbewehrten Gewächses lautet Schlehdorn – ein naher Verwandter der Pflaume, was man am botanischen Bezeichung prunus (= lat. „Pflaume“) erkennt. Auch der zweite Namensbestandteil spricht Bände: spinosa heißt auf Latein „stachelig“. Unser deutscher Name der Pflanze stammt vom indogermanischen Wort sli ab, was „bläulich“ bedeutet. Sie kennen diese Silbe sicher vom Pflaumenschnaps Slivovitz.