Dem Stoffwechsel Beine machen

Unser Stoffwechsel ist zuständig für unseren Energieumsatz. Dieser ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Dabei wirkt sich unsere Ernährung ebenso aus wie Sport und Bewegung. Zur Anregung des Stoffwechsels reicht also eine Maßnahme allein nicht aus, sondern ein optimales Ergebnis lässt sich nur durch die Kombination verschiedener Maßnahmen bewirken.

Was für ein Stoffwechseltyp bin ich?

Wer seinen Stoffwechsel anregen möchte, kann dies in einem ersten Schritt über eine optimierte Ernährung tun. Dazu wäre es wichtig zu wissen, zu welchem Stoffwechseltyp man gehört. Zur Bestimmung wird heute das so genannte Metabolic Typing angewendet, aus dem sich folgende fünf Grundtypen ableiten lassen:

  • Sympaticus
  • Parasympaticus
  • Glyko
  • Beta
  • Balance

Die Unterschiede entstehen durch die jeweils bei der Energiegewinnung umgesetzten Anteile an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten. Die Typen Parasympaticus und Glyko beziehen die Energie zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen zu 25 Prozent aus Fett, während ein Typ Beta gerade einmal zehn Prozent der Energie aus Fett gewinnt. Beim Typ Sympaticus ist dagegen der Umsatz beim Eiweiß mit 25 Prozent gegenüber den anderen Typen sehr niedrig. Aber ganz egal, was Sie für ein Typ sind – immer gilt: Besser essen – wenig Fett, wenig Zucker, mehr Balaststoffe  – ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

 Den Energieumsatz durch Muskelaufbau erhöhen

Frau stemmt Hanteln

Foto: pixabay.com

Die Energie, die unser Körper im Ruhezustand benötigt,  bezeichnet man als Grundumsatz. Er liegt bei Frauen etwa zehn Prozent niedriger als bei Männern und wird noch dazu durch die Anteile an Muskelmasse und Fett mit bestimmt. Der Energieumsatz ist in der Muskelmasse deutlich höher als in Fettgewebe. Das bedeutet, dass man seinen Stoffwechsel um so mehr anregt, je mehr Muskelmasse und je weniger Fettgewebe man hat. Und was lernen wir daraus? Richtig. Ohne Sport und Bewegung geht es nicht. :-)

Öfter mal ne kalte Dusche

Ein erheblicher Teil der vom menschlichen Organismus verbrauchten Energie dient zur Steuerung der Körpertemperatur. Deshalb haben Menschen mit Fieber einen deutlich erhöhten Energieverbrauch. Dieses Wissen lässt sich ausnutzen, wenn man den Stoffwechsel anregen möchte. Der Zielwert der Körpertemperatur sind 37 Grad Celsius. Wer regelmäßig kalt duscht, stärkt also nicht nur sein Immunsystem, sondern zwingt auch seinen Stoffwechsel zu einer erhöhten Aktivität, um den Wärmeverlust auszugleichen. Noch mehr bekommt der Stoffwechsel zu tun, wenn zur Kälte noch die Bewegung kommt. Wie wäre es also mit regelmäßigem Schwimmen in kaltem Wasser?

Ausgewogene Ernährung regt den Stoffwechsel an

Korb mit gesunden Lebensmitteln

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So genannte Katalysatoren  beschleunigen bestimmte Reaktionen im Körper.  Zum Beispiel sind Enzyme wie Proteine solche Katalysatoren. Der menschliche Organismus gewinnt diese Enzyme aus der zugeführten Nahrung. Eine gute Versorgung lässt sich durch eine gesunde Mischkost erreichen. Denken Sie daran, sich nicht einseitig zu ernähren! Einige der Enzyme kommen z.B. bei der Arbeit nicht ohne Metallionen aus. Deshalb sollten Menschen, die ihren Stoffwechsel anregen möchten, auch auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen und Zink achten. Außerdem wäre es wichtig, die Inhibitoren zu vermeiden. Dabei handelt es sich um Stoffe, von denen die Wirksamkeit der Enzyme als Katalysatoren gehemmt wird. Sie finden sich als Zusatzstoffe in vielen industriell hergestellten Lebensmitteln. Das klingt ja alles wissenschaftlich und hochkompliziert? Ist es aber nicht. Wer sich ausgewogen ernährt und statt zu Fertigprodukten lieber zu frischem Gemüse und anderen gesunden Bioprodukten greift, tut damit auch viel für seinen Stoffwechsel.

Das ganze Geheimnis steckt also vereinfacht formuliert in einem ganz einfachen Satz: Ernähre dich gesund und bewege dich regelmäßig. :-)