Hirtentäschel – der Blutstiller mit Herz

Die herzförmigen Samenkäpselchen der Hirtentäschel-Pflanze erinnern an die Taschen früherer Wanderhirten. Und so bilden diese denn auch tatsächlich den lateinischen Namen der Pflanze, Capsella bursa-pastoris: capsa (= Kapsel) + bursa (= Tasche) + pastor (= Hirte). „Bauernsenf“ nennt man ihn im ländlichen Raum wegen des scharfen Geschmacks seiner reifen Samen, die man durchaus als Pfefferersatz verwenden kann. In der Phytotherapie wird Hirtentäschel seit langer Zeit vor allem als leicht blutstillendes Mittel eingesetzt, etwa bei zu starker Regelblutung. Das klingt leicht paradox, wenn man eine weitere, nämlich kontraktionsfördernde Eigenschaft des Krautes bedenkt, die sich Hebammen in Form von Tee, Tinktur...