Zistrose (Cistus): Der olympische Virenkiller mit dem Knitter-Look

Erkundet man an einem heißen Tag die immergrünen Gebüschlandschaften der mediterranen Macchia – etwa auf der griechischen Halbinsel Chalkidike oder auf Korsika –, nimmt man sofort den aromatisch-harzigen Duft wahr, der für diese Gebiete so typisch ist.

Schafgarbe: Die gefiederte Krampflöserin

Hartnäckig hält sich das Gerücht, die Schafgarbe trüge ihren Namen, weil magenkranke Schafe sich das Kraut instinktiv einverleiben. Zwar stimmt das nicht, würde aber immerhin Sinn ergeben. Denn die bis zu einen Meter hohe, bei uns bis in subalpine Zonen häufig anzutreffende Doldenblütlerin ist das Entkrampfungskraut Nr. 1 – und zwar schon seit mindestens 49.000 Jahren!

Meerrettich: Der köstlich-scharfe Keimkiller

Wer gern Deftiges auf dem Teller hat, kommt am Meerrettich oder – wie Bayern und Österreicher ihn nennen – Kren nicht vorbei. Roastbeef, Tafelspitz und Räucherlachs gewinnen durch die scharfe Beigabe genauso wie Eier in Meerrettichsauce oder Rote-Bete-Suppe. Absolute Geschmackssache ist dabei, ob man zur allgemeingefällig-milden Sahne-Variante greift oder den Kren rustikal frisch auf die Speise raspelt.

Augentrost: Wortwörtlicher geht’s nicht

Wenn es eine Heilpflanze gibt, deren Auftrag man sowohl an ihrem Namen als auch an ihrem Aussehen spontan erkennen kann, dann ja wohl den Augentrost. Hat man das Glück, die nur maximal 30 cm große Blume auf ungedüngten Naturwiesen oder mageren Ufern zu finden, muss man sich von Juli bis September nur die zarte Blüte ansehen, die ganz eindeutig an ein wimpernklimperndes Äuglein erinnert.

Sonnenhut: Purpurner Behüter des Immunsystems

In vielen deutschen Gärten blüht er hüfthoch und ist ein begehrtes Anflugobjekt von Schmetterlingen. Dass es sich aber bei der bis zu handgroßen, pink- oder sonnenorangefarbenen Blume mit den charakteristisch vom Blütenboden herabhängenden Blütenblättern um den berühmten heilkräftigen Sonnenhut bzw. Echinacea handelt, wissen die wenigsten.

Fenchel: Babys bestes Bauchgefühl … und mehr

Neben Muttermilch ist der Geschmack von Fenchel oft der erste, dem ein Baby außerhalb des Mutterleibs in Gestalt eines Teefläschchens begegnet. Das liegt nicht nur am von Natur aus süßen, heimelig-weichen Geschmack des Tees, sondern auch an seiner Fähigkeit, schmerzhafte Koliken und Bauchschmerzen zu lindern.