Immunsystem effizient stärken

Äpfel

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One apple a day keeps the doctor away. Diesen Satz hat sicher jeder schon mal gehört und bestimmt ist auch was dran. Äpfel sind vitaminreich und gesund, aber um das Immunsystem zu stärken, sind sie als alleiniges Mittel denn doch zu schwach.Wir haben einige wichtige Hinweise und Informationen zum Thema Immunsystem für Sie zusammengestellt.

Zunächst  muss man wissen  – das Immunsystem ist lernfähig. Die „ersten Lektionen“ bekommt es noch im Mutterleib und in der Zeit, in denen ein Baby gestillt wird. Dabei wird sozusagen eine Grundimmunisierung gegen die äußeren Einflüsse geschaffen, mit denen wir dauerhaft konfrontiert werden. Doch dieses Training allein reicht zur Vorbeugung angesichts der Masse an Keimen, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, nicht aus. Wir müssen mehr für unser Immunsystem tun:

Impfung, Spritze

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Angebote für präventive Impfungen nutzen

Welche Impfungen in Deutschland empfohlen werden, ist dem von den Gesundheitsämtern entwickelten Impfkalender zu entnehmen, der letztmalig im Sommer 2014 novelliert wurde. Danach sollten innerhalb des ersten Lebensjahrs Immunisierungen gegen folgende Erkrankungen durchgeführt werden:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Keuchhusten
  • Hib
  • Poliomyelitis
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken
  • Rotaviren
  • Meningokokken C
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Varizellen

Wichtig: Wiederholungsimpfungen nicht vergessen und an die jährliche Grippeimpfung denken!

Baby im Herbstwald

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Kinder nicht in sterilen Umgebungen aufziehen

„Dreck schürt der Maach“ – Dreck reinigt den Magen, sagt man hier am Niederrhein. Und da ist was dran. Dass im Umfeld eines Babys auf Sauberkeit geachtet werden muss, ist eine Selbstverständlichkeit. Dennoch sollten Eltern es mit der Sauberkeit nicht übertreiben und ihre Kinder nicht von allen Dingen fernhalten, die einen Angriff auf das Immunsystem über die Haut oder die Schleimhäute der Atemwege starten könnten. Wachsen Kinder in sterilen Umgebungen auf, begünstigt das die spätere Entstehung von Allergien. Wer das vermeiden möchte, sollte seinen Kindern (und sich selbst) den regelmäßigen Aufenthalt in der freien Natur gönnen.

Ausreichend trinken!

Ein sehr wichtiger Bestandteil des Immunsystems eines Menschen ist der gesamte Verdauungstrakt. Dieser kann durch eine ausgewogene Ernährung entlastet und gestärkt werden. Dabei sollte auf eine gute Kombination aus Vitaminen, Enzymen, Mineralien und Ballaststoffen gesetzt werden. Wer an dieser Stelle das Immunsystem stärken möchte, sollte darauf achten, dass es nicht durch vermeidbare Kontakte mit Keimen zusätzlich belastet wird. Hier spielt vor allem die Pflege der Zähne, des Zahnfleischs und der Oberfläche der Zunge eine wichtige Rolle. Das sind aufgrund der optimalen Bedingungen wahre Brutgebiete für Keime aller Art. Damit die Nieren Schadstoffe gut aus dem Körper ausspülen können, sind auch ausreichende Trinkmengen sehr wichtig. Die optimale Ausscheidung der Schadstoffe ist ein unverzichtbarer Aspekt, wenn man das Immunsystem stärken möchte. Durch die Trinkmenge kann beispielsweise bei einer Erkältung auch Einfluss auf die Konsistenz des Nasen- und Hustensekrets genommen werden.

 Das Immunsystem möglichst ungestört arbeiten lassen

Wer dauerhaft sein Immunsystem stärken möchte, der sollte ganz genau auf die Auswahl der zur Bekämpfung einer Krankheit eingesetzten Medikamente achten. Das Immunsystem reagiert auf Eindringlinge mit einer Erhöhung der Körpertemperatur. Das ist ein Zeichen, dass das Immunsystem die Gefahr erkannt und mit der Bekämpfung begonnen hat. Vor allem viele Eltern kleinerer Kinder geben bereits bei einer erhöhten Temperatur, wovon üblicherweise im Bereich bis zu 38,5 Grad Celsius gesprochen wird, fiebersenkende Mittel. Das macht keinen Sinn, weil damit die normale Reaktion des Immunsystems unterdrückt wird. Besser ist es, zunächst auf die heilende Wirkung des Fiebers zu vertrauen.

 Bei Krankheiten nicht gleich „mit Kanonen auf Spatzen schießen“

Kamille, Kamillentee

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Bei Infektionskrankheiten verlangen viele Menschen von ihrem Arzt sofort Antibiotika. Das ist ein gefährliches Vorgehen, denn es begünstigt einerseits die Entstehung von multiresistenten Keimen und verhindert andererseits, dass sich das Immunsystem über die Lernprozesse selbst stärken kann. Jeder Erreger wird vom Immunsystem genau analysiert, bevor eine geeignete Abwehrzelle entwickelt wird. Damit vergrößert sich das verfügbare Repertoire an Abwehrzellen im Laufe der Zeit immer mehr, denn viele dieser einmal entwickelten Abwehrmechanismen bleiben lebenslang im „Gedächtnis des Immunsystems“. So lange kein Risiko für die Entwicklung zu einer lebensgefährlichen Erkrankung besteht, sollten sich Ärzte und Patienten deshalb auf eine rein symptomatische Behandlung einigen. Hier ist der Griff zu pflanzenheilkundlichen oder homöopathischen Präparaten die erste Wahl.